klocki
05.08.2009, 16:56
sport.orf.at
Die Kaderbekanntgabe für das freundschaftliche Länderspiel am 12. August gegen Kamerun (20.30 Uhr, live in ORF1) hat am Mittwochvormittag mit einem Knalleffekt begonnen.
Alexander Manninger erklärte im Vorfeld der Partie in einem Telefongespräch mit Teamchef Dietmar Constantini überraschend seinen Rücktritt aus dem ÖFB-Team. Der 32-Jährige wolle sich in Zukunft voll auf Juventus konzentrieren und sich ganz bei seinem Club einbringen, wo er hinter Gianluigi Buffon die Nummer zwei ist.
Der Teamchef nominierte daher für die Partie in Klagenfurt als Goalies Helge Payer, Jürgen Macho und Andreas Schranz. Michael Gspurning bekommt in gemeinsamer Absprache vorerst eine Pause.
Keinerlei Vorzeichen
Constantini wurde von Manningers Rücktritt gänzlich überrascht, denn es gab keinerlei Vorzeichen für den Abschied im Nationalteam. Der Entschluss sei laut dem Teamchef aber so zu akzeptieren.
"Ich habe ihn angerufen und gesagt, dass er gegen Kamerun spielen wird. Daraufhin hat er mir erklärt, dass er das definitv nicht wird", erklärte der 54-jährige Tiroler, der mutmaßte, dass Manninger wohl auch enttäuscht sei, dass er gegen Serbien nicht gespielt hatte. Die Wertschätzung habe gefehlt.
Einserposition nie erreicht
Für Manninger war das wohl das i-Tüpfelchen, denn der Salzburger hatte schon immer Probleme im Nationalteam und pendelte während seiner gesamten Karriere zwischen Spielfeld, Ersatzbank und Nichtnominierung. Die von ihm so sehr angestrebte Position als Einsergoalie konnte er nie erreichen.
Auch in der Teamchefära Herbert Prohaska wurde der damalige Arsenal-Legionär nicht für die WM 1998 in Frankreich nominiert, obwohl er mit den "Gunners" englischer Meister und Cup-Sieger wurde. Sein Teamdebüt gab er erst ein Jahr später gegen Schweden.
"Eine Nummer eins gibt es bei mir nicht"
"Seiner Meinung nach müsste er schon 70 Länderspiele haben und nicht erst 33. Ich selbst hätte gerne 33-mal für Österreich gespielt", erklärte Constantini. Manninger musste auch unter Teamchef Josef Hickersberger bei der Heim-EM 2008 Macho den Vortritt lassen.
Constantini untermauerte aber auch seine Philosophie, was die Tormannposition anbelangt: "Eine Nummer eins gibt es bei mir nicht. Wenn einer das verlangt, dann sage ich: 'Guten Tag. Mach dir ein paar schöne Tage, aber nicht bei uns.' Wer beim Team ist, kann auch spielen. Von der Einstellung her muss jeder seine Leistung immer abrufen können."
"Unter mir war's das"
Sollte es bei Manninger doch noch einen Sinneswandel geben, dann würde es aber unter Constantini keine Rückkehr mehr ins Team geben. "Wenn er nicht mehr spielen will, dann ist es eben vorbei. Ich werde ihn nicht zwingen und auch nicht auf meinen Knien rutschen und ihn bitten. Unter mir war's das."
Pause für Gspurning
Für Gspurning, der zuletzt das ÖFB-Tor hütete, ist indes das Fehlen gegen Kamerun kein endgültiger Schlussstrich unter seiner Teamkarriere. Nach seinen beiden schweren Fehlern gegen Rumänien und Serbien, die jeweils zu einem Tor führten, bekommt der Griechenland-Legionär vorerst eine Pause.
"Wir haben in einem positiven Telefongespräch beschlossen, dass er vorerst beim Verein bleibt und dort trainiert", erklärte Constantini die Nichtnominierung.
Hilfe für Macho
Überraschend war indes die Einberufung des derzeit vereinslosen Macho, der sich nach seinem Abgang bei AEK Athen auf Clubsuche befindet und seit langer Zeit kein Pflichtspiel mehr bestritt.
"Macho hat ein Jahr nur trainiert, aber er ist trotzdem dabei, weil er seine Dienste und seinen Einsatz für Österreich erbracht hat. Es wäre schön, wenn wir ihm damit auch ein wenig helfen könnten", hofft Constantini für den 31-Jährigen.
Payer wohl wieder die Nr.1 im ÖFB-Team... das kanns doch nicht sein
Die Kaderbekanntgabe für das freundschaftliche Länderspiel am 12. August gegen Kamerun (20.30 Uhr, live in ORF1) hat am Mittwochvormittag mit einem Knalleffekt begonnen.
Alexander Manninger erklärte im Vorfeld der Partie in einem Telefongespräch mit Teamchef Dietmar Constantini überraschend seinen Rücktritt aus dem ÖFB-Team. Der 32-Jährige wolle sich in Zukunft voll auf Juventus konzentrieren und sich ganz bei seinem Club einbringen, wo er hinter Gianluigi Buffon die Nummer zwei ist.
Der Teamchef nominierte daher für die Partie in Klagenfurt als Goalies Helge Payer, Jürgen Macho und Andreas Schranz. Michael Gspurning bekommt in gemeinsamer Absprache vorerst eine Pause.
Keinerlei Vorzeichen
Constantini wurde von Manningers Rücktritt gänzlich überrascht, denn es gab keinerlei Vorzeichen für den Abschied im Nationalteam. Der Entschluss sei laut dem Teamchef aber so zu akzeptieren.
"Ich habe ihn angerufen und gesagt, dass er gegen Kamerun spielen wird. Daraufhin hat er mir erklärt, dass er das definitv nicht wird", erklärte der 54-jährige Tiroler, der mutmaßte, dass Manninger wohl auch enttäuscht sei, dass er gegen Serbien nicht gespielt hatte. Die Wertschätzung habe gefehlt.
Einserposition nie erreicht
Für Manninger war das wohl das i-Tüpfelchen, denn der Salzburger hatte schon immer Probleme im Nationalteam und pendelte während seiner gesamten Karriere zwischen Spielfeld, Ersatzbank und Nichtnominierung. Die von ihm so sehr angestrebte Position als Einsergoalie konnte er nie erreichen.
Auch in der Teamchefära Herbert Prohaska wurde der damalige Arsenal-Legionär nicht für die WM 1998 in Frankreich nominiert, obwohl er mit den "Gunners" englischer Meister und Cup-Sieger wurde. Sein Teamdebüt gab er erst ein Jahr später gegen Schweden.
"Eine Nummer eins gibt es bei mir nicht"
"Seiner Meinung nach müsste er schon 70 Länderspiele haben und nicht erst 33. Ich selbst hätte gerne 33-mal für Österreich gespielt", erklärte Constantini. Manninger musste auch unter Teamchef Josef Hickersberger bei der Heim-EM 2008 Macho den Vortritt lassen.
Constantini untermauerte aber auch seine Philosophie, was die Tormannposition anbelangt: "Eine Nummer eins gibt es bei mir nicht. Wenn einer das verlangt, dann sage ich: 'Guten Tag. Mach dir ein paar schöne Tage, aber nicht bei uns.' Wer beim Team ist, kann auch spielen. Von der Einstellung her muss jeder seine Leistung immer abrufen können."
"Unter mir war's das"
Sollte es bei Manninger doch noch einen Sinneswandel geben, dann würde es aber unter Constantini keine Rückkehr mehr ins Team geben. "Wenn er nicht mehr spielen will, dann ist es eben vorbei. Ich werde ihn nicht zwingen und auch nicht auf meinen Knien rutschen und ihn bitten. Unter mir war's das."
Pause für Gspurning
Für Gspurning, der zuletzt das ÖFB-Tor hütete, ist indes das Fehlen gegen Kamerun kein endgültiger Schlussstrich unter seiner Teamkarriere. Nach seinen beiden schweren Fehlern gegen Rumänien und Serbien, die jeweils zu einem Tor führten, bekommt der Griechenland-Legionär vorerst eine Pause.
"Wir haben in einem positiven Telefongespräch beschlossen, dass er vorerst beim Verein bleibt und dort trainiert", erklärte Constantini die Nichtnominierung.
Hilfe für Macho
Überraschend war indes die Einberufung des derzeit vereinslosen Macho, der sich nach seinem Abgang bei AEK Athen auf Clubsuche befindet und seit langer Zeit kein Pflichtspiel mehr bestritt.
"Macho hat ein Jahr nur trainiert, aber er ist trotzdem dabei, weil er seine Dienste und seinen Einsatz für Österreich erbracht hat. Es wäre schön, wenn wir ihm damit auch ein wenig helfen könnten", hofft Constantini für den 31-Jährigen.
Payer wohl wieder die Nr.1 im ÖFB-Team... das kanns doch nicht sein